Dienstag, 11. Mai 2010

Ab zum Standesamt

Heiraten. Der geheime Traum jeder Frau. Am besten natürlich so richtig gepimpt romantisch mit Pferdekutsche und maximalem Gedönsalarm. Denn bekanntermaßen geht eine Hochzeit einher mit den perfekt aufs Kleid abgestimmten Tisch-servierten bis hin zu den monatelang ausgesuchten und aufwändig poetisch geschriebenen Einladungskarten. Glücklicherweise hatten wir wegen der Finnland-Aktion nicht soviel Zeit, um solch ein Extreme-Gedöns-Programm durchziehen zu können, deshalb haben wir am Wochenende erstmal nur im "minimalistischen Familienkreis" gefeiert, soll heißen: Eltern, Großeltern, Geschwister, Trauzeugen. Der Rest ist erstmal zusammen mit der kirchlichen Trauung auf nächstes Jahr verschoben. *g

Wie auch immer, es ging jedenfalls am 10.05.2010 zum Standesamt. Um 8:45 (!) und ich habe nichtmal verschlafen *g. Das Datum muss man sich als Mann auf jedenfall merken, denn wenn man das vergisst, gibts jedes Jahr immer wieder ordentlich Denknachhilfe mit dem Nudelholz. Und das muss ja nicht sein :-)
In jedem Fall ist das mit dem Heiraten prinzipiell total easy. Vom IQ-Anspruch kann das sozusagen jeder Hartz IV Empfänger. Man geht nach der erfolgreichen Anmeldung zum Standesamt, sitzt einfach mal auf so komischen Stühlen rum und hört sich an, was die Tante da vorne so labert.
Anschließend wirds dann aber doch einigermaßen kompliziert und man muss seinen monatelang auswendig gelernten Text aufsagen. Wie ging er doch gleich? "Ja, ich will". Hab ich natürlich perfekt gekonnt ;-) Und eine Unterschrift muss man können. Drei Kreuze machen reicht da nicht und man wird von der Standesbeamtin angeschnautzt (glaube ich). Und zack, schon gibts einen Wisch, dass man verheiratet ist, sogar in doppelter Ausfertigung. Wenn das mal nicht die 150 € Standesamtsgebühren wert waren....

Achso, Ringe musste man auch noch tauschen. Das ist schon echt kompliziert. Ich hab natürlich zuerst die falsche Hand von der Cathrin genommen. Dabei hab ich mir extra gemerkt: Links ist da, wo der Daumen rechts ist. Aber vorne ist links das andere links wie wenn man umgedreht dasteht.
Dann war die Viertelstunde auch schon rum und wir mussten auch schon den Saal räumen, denn die nächsten haben zur Trauung schon gewartet. Wegen der großen Anzahl an Pärchen kann man auf jeden Fall vermuten, dass Heiraten auf jeden Fall dick Mainstream ist. Vermutlich primär aus diesem Grund werden das die bekennenden "Underground-Typen" (ich denke da insbesondere an Herrn Aebi) auch niemals tun können ;-).

Wie auch immer, danach tut man eben, was man als (Ehe-)-Mann tun muss: Erstmal einen saufen, Junge :-)
Aber jetzt noch zum wichtigsten der ganzen Veranstaltung: Prost auf die süßeste, hübscheste und tapferste aller potentiell heiratbarer Mädels: Die Cathrin, ich freue mich auf eine schöne Ehe :-)
Und schiefgehen sollte theoretisch auch nicht mehr viel: Wir haben gute Jobs, sind gesund und haben eine tolle Familie. Viele Grüße auch von dieser Stelle :-)

Sonntag, 9. Mai 2010

Junggesellenabschied

Junggesellenabschied. Wer kennt es nicht. Sinnlos betrunkene und grölende Vollidioten ziehen total betrunken durch die Stadt vom Stripclub in den Puff und wieder zurück und machen nochmal richtig einen drauf, um richtig Geld zum Fenster rauszuschmeißen. Denn nach der Hochzeit gibt's ja eine griechenlandmäßige Inflation von 50% und jeder Euro ist nur noch 50 Cent wert.

Um so richtig gemäß dem obigen Konzept also "krass am Start zu sein" braucht man also erst einmal die richtige Crew...die ich natürlich dummerweise nicht am Start hatte..... Meine Crew hatte viel mehr die "gayniale" Idee eines Schwuchtelabends. Na gut. Nachdem ich mir also bekanntermaßen für keine Peinlichkeit zu schade bin, habe ich mich nach langem Einreden dem Schwuchtel-Rock-Konzept bestehend aus lackierten Fingernägeln, engem Rock und Strumpfhosen gebeugt. Der süße André hat mir beim Anziehen geholfen.
Sah dann am Ende garnichtmal so schick aus:
Nun gut. Dann gings auch schon los in die Stadt. In den Stripclub sind wir zum Glück mit diesem fiesen Outfit nicht rein gekommen. Das hat mir zum Glück zwar ordentlich was an Cash-Burn erspart; das hat die Sache aber nicht automatisch besser gemacht *g Denn der Absturz erfolgte sofort und ohne Vorwarnung. Durch grölende und sehr männliche Fussballlieder haben wir erstmal alle "normalen" U-Bahnfahrgäste vergrault. Das war am Ende aber nicht mehr so schlimm, denn immerhin der Kim stand total drauf.
Mit extrem hoch geleveltem Gay-Potential konnte der abend also auch ohne Strip-Club und Tabledance ganz lustig werden. In einem der zahlreichen münchner Superclubs gabs dann nämlich wenigstens superaufdringliche Typen, die vom tuntigem Outfit total begeistert waren.
Einige, wie dieser tolle äh dunkelhäutige Afroamerikaner sah ja auch beinahe aus wie eine Frau. Ich stand da zwar trotzdem nicht so drauf, aber Fabian war offensichtlich schon voll genug, so dass ihm das nicht mehr so aufgefallen war und hat sich erstmal mit ihr öh ihm um die Ecke verdünnisiert..... Das war echt meine Rettung, outsourcing sozusagen *g
Glücklicherweise hat uns vor weiteren Intimitäten diesmal gerade noch der Alkohol gerettet. Wer bei Mc Donalds auf dem Stuhl einpennt, der sündigt nicht.... :-) Und in diesem Sinne ist der André mit Abstand der frommste von allen.... :-)

In diesem Sinne war ich auch gerade froh, dass ich beim Saufen so einen großen Schankverlust hatte und deshalb halbwegs fit nach Hause gekommen bin.... Nach so einem extrem "männlichen" Abend mit den männlichsten Münchnern von allen freut man sich auf jeden Fall wieder auf die Hochzeit, und damit war der Zweck des Junggesellen-abschieds hoffentlich erfüllt :-) Und wie immer gilt das allgegenwärtige Prinzip (stirbt die Hoffnung zuletzt?) - Ab morgen bin ich seriös.... :-)

Montag, 3. Mai 2010

Abschiedsparty München

Jedes mal dasselbe wenn ein Umzug ansteht: Abschiedsparty. Danach wieder Einweihungsparty und sehr bald dann jedes mal wieder ein Umzug mit Abschiedsparty. Man könnte meinen das hört nie auf. :-) Also. Am 1.5. war es halt wieder so weit. Alle mehr oder weniger sinnvollen Bekannten wurden eingeladen und die meisten sind auch gekommen. Aus diesem Grund ist der Spruch "Ich habe keine Gäste, das sind meine Schuhe" auch diesmal nicht zutreffend... :-)
Natürlich war die Party nicht so spektakulär. Obwohl etwa 39 Flaschen Wein, 2 Kästen Bier und mind. 1 Flasche Wodka leer waren, wurde keiner vom Krankenwagen abgeholt. Es wurden auch keine Unterhosen mit dem Deo-Flammenwerfer abgefackelt oder (ohnehin nicht vorhandene) Einrichtungsgegenstände demoliert oder gestohlen. Eine total seriöse Party sozusagen. Nur eine Person hat sich mal wieder nicht an die wichtigste Regel einer Männer-WG gehalten: IM STEHEN PINKELN.
Weiß doch jeder, dass man dann nicht dabei einschläft.... ;-)

Ansonsten darf ich natürlich zur Superblondinenquote usw. nicht (mehr) so viel schreiben, bin ja schließlich bald verheiratet und das Nudelholz haben wir noch nicht umgezogen...... :-)
Positiv überrascht hat am Ende dann noch der Ben. Als wir am nächsten morgen aufgestanden sind hat er schon aufgeräumt. Aus Langeweile. Ein echtes Stehaufmännchen. Und es zeigt sich mal wieder: Im echten Leben lösen sich die Probleme oft von selbst, wenn man sie aussitzt :-)

Dienstag, 23. März 2010

Verlobung

Tja. Zu Hause in München siehts nach dem "Aufräumen" gerade ungefähr so aus:
Minimal chaotisch siehts zwar schon aus, bis hier hin ist das ja nicht weiter schlimm oder verwunderlich. Aber 2 Monate vor der Überfahrt, da könnte man meinen so ein Umzug nach Finnland bringt nicht schon genug Chaos mit sich.... da muss ich ausgerechnet jetzt der süßen Cathrin einen Heiratsantrag machen.... Ring hatte ich natürlich so spontan erstmal keinen parat und besonders romantisch war's natürlich auch nicht. Aber hey, sie hat trotzdem ja gesagt und wir haben erstmal angestoßen :-)
Damit bin ich natürlich super-glücklich, denn die Cathrin ist mit Abstand die Beste. Wir sind zwar erst ca. 1 Jahr zusammen, nachdem wir uns aber jeden Tag sehen bin ich mir auf jeden Fall 100% sicher, dass sie die süßeste und liebste Verlobte von allen denkbaren ist.

Zum Glück haben wir keine "Altlasten" bezüglich vorangegangener Eheschließung, einen deutschen Pass und Wohnsitz in München. Das hat die Bürokratie sehr erleichtert, so dass wir noch einen Termin vor Finnland (am 10.5.2010 um 8:45) bekommen haben. Ich hoffe ich verschlafe den Wecker nicht, das wäre mal etwas peinlich... ;-)

Und wie ich mir schon immer vorgenommen habe:
Sobald ich mal verheiratet bin, werde ich seriös. Zum Glück bin ich erst verlobt und kann das Seriös-Gedöns vorerst auf morgen verschieben :-) Ich weiß, die ganzen Weinkisten oben lassen mal wieder anderes vermuten.... aber die Vermutung ist falsch. Wir haben nicht deshalb so viel Wein, weil wir so VIEL trinken, sondern im Gegenteil, weil ich einmal viel gekauft habe und einfach viel zu WENIG davon getrunken habe. Schwip-Schwap ist da einfach die bessere Wahl und viel gesünder als der fiese Wein.... aber das ist eine andere Geschichte :-)

Montag, 15. März 2010

Umzugsvorbereitungen

Ehm ja.
So ein Umzug von München nach Helsinki läuft natürlich nicht immer ganz unkompliziert ab. Da müssen 1000 Kleinigkeiten beachtet werden. Nicht nur so triviale Dinge, wie dass man auch immer schön brav genügend frische Socken oder Unterwäsche parat hat.... Nein, viel komplizierter.

Wenn man also umziehen möchte, ist man immer gut daran mal alten Kram auszumisten. Zum beispiel alte Bildschirme, kaputtes Möbel, sinnloser Papierkram.

Gesagt getan. Habe alles bei Ebay reingesetzt, sogar die Küche. Der schlaue Experte fragt da doch gleich.... Und was willst Du dann bis Mai kochen, wenn Du keine Küche mehr hast?????

"Na, das ist doch garkein Problem", Vorsoglich habe ich mich pro-Aktiv auf diesen Moment vorbereitet. Somit bleibt das ganze dann bis Mai also "Business as usual": Mc Donalds, Burger King, Subway, Schweinemettbrötchen und..... TIEFKÜHLPIZZA. Denn einen Tiefkühlschrank und einen Pizzaofen muss man natürlich bis zum Schluss behalten.

Zur optimalen Auslastung des Kühlvolumens müssen in solch einem Fall natürlich neue Rekorde aufgestellt werden.

34 Tiefkühlpizza. Neuer Rekord in der Disziplin "High Compression Tiefkühlpizza-Extreme-Packing". (Sonderangebot: Wagner Tiefkühlpizza für 1,89 € im Hit-Markt, da geht das halt nicht anders). Und das Toastbrot, ein Kühlakku und 2 Dosen Kräuter haben auch noch reingepasst. Besonders stolz bin ich natürlich auf die "Diagonalpizza" zwischen den Stapeln.

Noch gehen Wetten ein wie lange der Vorrat hält....... News dazu kommen bald. :-)



Donnerstag, 11. März 2010

Firm Offer

Hey, so.
genug Vorgeplänkel jetzt. Seit heute (10.3.2010) ist es nun offiziell. Die Europäische Chemikalienagentur "ECHA" hat mir eine offizielle und rechtsverbindliche Einstellungszusage als "Junior Scientific Officer" gegeben. Starttermin 1. Juni. Der Countdown läuft, es bleiben also nichtmal mehr 3 Monate bis zum Umzug....

Damit hat mich natürlich die gute Seite der Macht zurück. Vorher, beim oberbösen TÜV-(SÜD)-Imperium musste man sich nämlich noch mit diversen Kleinkriegen gegen die DEKRA-Rebellenallianz rumschlagen, aber das ist jetzt vorbei.

Die ECHA ist nämlich so eine Art Superbehörde, die über die zigtausend Anmeldungen von chemischen Stoffen in ganz Europa wacht und ihren Senf dazu gibt. Natürlich oberkompetent, .denn es arbeiten logischerweise nur die Besten der Besten dort. Schließlich muss man vor einem Job dort erst an den oberharten Auswahltests der EU vorbei und selbst der kleinste Aktenkofferträger-Arschabwischer-Fotokopierassistent ohne Hochschulabschluss in der niedrigsten Gehaltsstufe verdient dank steuerfreier Auslands- und Haushaltszulagen als EU-Beamter netto monatlich schon mit einer 3 vorne. (Gehaltsrechner für EU-Beamte: hier)

Warum ich da jetzt auch bin.... kann ich selbst garnicht so genau sagen, aber dank superhochgelevelter Papierseriosität im Themenkomplex REACH, einem "TÜV-geprüften" Arbeitszeugnis und einem wohl nicht zu schlecht ausgefallenen Englisch- und Fachwissenstest im Assessment-Center darf ich jetzt auch als "Wissenschaftsoffizier" im gehobenen Dienst in Europa mitspielen.

Dazu muss aber erstmal der Umzug vorbereitet werden. Garnicht so einfach wie man meinen könnte... ;-) Aber davon bald mehr :-)


Oh, ein Blog? Flashback

Hui, ein Blog!
Da gab es jetzt also über ein Jahr lang keine geistigen Ergüsse mehr in Blog-Form und jetzt soll das ganze wieder von vorne losgehen? Womit hat die Welt das denn jetzt schon wieder verdient???

Um also wieder reinzukommen gibt es hier zu Beginn noch einen kleinen Rückblick....

Achso, das langweilige erste Drittel des Lebens lassen wir aber einfach mal weg... (Denn Kindergarten, Grundschule, Bundeswehr oder Studium unterscheidet sich ja ohnehin nur marginal ;-)

Spannend wurde es natürlich erst danach... Wer schlüpfrige Details liebt, kann natürlich alles nachlesen (chronologisch natürlich falschrum, wen wunderts):

August 2008 bis "März 2010"
MrAlbi@München

Juli 2008 bis August 2008
MrAlbi@Stuttgart

April 2008 bis Juni 2008
MrAlbi@Frankfurt

Januar 2008 bis März 2008
MrAlbi@Kaiserslautern

Dezember 2007 bis Januar 2008
MrAlbi@Kalifornien

September 2007 bis Dezember 2007
MrAlbi@USA


Jedenfalls kurz zusammengefasst:

Ich bin der Martin, bin Diplom-Chemiker und allein deshalb schon immer total seriös am Start. Wer das bestätigt haben möchte, sollte hier lieber mit dem Lesen aufhören :-)