Samstag, 12. Juni 2010

Helsinki Samba-Festival

So. Da sind wir also schon 3 Wochen in Finnland und haben immer noch nichts so typisch finnisches unternommen? Von wegen! Denn endlich hatten wir also die Gelegenheit dazu und sind auf das Helsinki-Samba-Festival. Wenn das mal nicht typisch finnisch ist.... :-) Und die typischen Finnen aus Helsinki waren auch alle da:
Wir sind also, trotz erkennbar aktiviertem Supertouristenmodus, kaum aufgefallen... :-)

Ok. Und für alle Grundschüler, die noch nicht wissen, was so ein brasilianisches ääh finnisches Sambafestival so ist.... Das Prinzip ist eigentlich sehr einfach. Es treffen sich ein paar bunt kostümierte Leute, meistens Frauen, und laufen bzw. fahren den ganzen Nachmittag im Kreis und tanzen manchmal auch dabei. So ungefähr:
Aber ganz so trivial ist es natürlich nicht, es gibt nämlich auch bunt angezogene Leute, die NICHT mittanzen. Zum Beispiel der hier:
Der gehört nämlich zur Security und er muss darauf achten, dass die ganzen lustigen Paparrazi nicht zu nahe an die meist leicht bekleideten brasilianischen äh finnischen Tänzerinnen herantreten:
Es gibt nämlich auf so einem Samba-Festival die inoffizielle Verpflichtung mindestens 10 Fotos pro Minute zu knippsen, da das ungefähr die Flow-Rate ist, mit der die Personen vor der Kamera vorbeilaufen. Und man darf ja niemanden durch Nicht-Fotografieren diskriminieren... Da ich hier natürlich nur eine begrenzte Anzahl an Fotos posten kann, nur ein paar Highlights:

Mein absoluter Favorit: Der betrunkene Ritter Kunibert mit dem krummen Plastikschwert:
Platz zwei belegt das "Fussballteam" Deutschland in schwarz rot gold ;-)) bestehend aus 11 Superblondinen:
Ansonsten muss es in Finnland wohl ein paar Rekrutierungsprobleme an brasilianischen äh finnischen Tänzerinnen gegeben haben.... die Ü60 Fraktion war nämlich auch vertreten...aber nur auf Platz 3 ;-)
Besonderer Respekt ging auf jeden Fall an die Band. Die musste nämlich gefühlte 5 Stunden die selben zwei Takte in der Endlosschleife spielen... Den Text hab ich nicht verstanden, aber es ging irgendwie so:
blablablaba... Samba.....blablabla...kymmentä..blablabla Rio De Janero...blablbalbablablabla.... Und das den ganzen Tag.
Auf jeden Fall waren auch die Umzugswägen meistens ganz nett geschmückt... Einige hatten sogar extreme Special-Lichteffekte in blau auf Lager....:
Zum Abschluss gibt es noch ein paar News zum Running Gag vom "Jesus, der bei uns im Wohnblock wohnt und bei der ECHA arbeitet": Der war auch auf dem finnischen Samba-Dingens. (Rechts im Bild)
Dank 12x optischem Zoom der Digicam kann man fast was erkennen... :-) Was man auch sehr schön auf dem Bild erkennt: Es war kühl und hat nachher noch geregnet. Insofern war es dann doch ein typisch finnisches Festival... ;-))

Freitag, 11. Juni 2010

Fussball WM 2010 - bei der ECHA

Soso. Am Freitag war also der große Auftakt der Fussball-WM 2010. Auch die ECHA hat sich selbstverständlich darauf vorbereitet und hat ein "Public Viewing", für die Mitarbeiter und auch für die "Spouses" mit großer Leinwand in der Kantine und der Terrasse angeboten.

Optimal, haben wir uns also gedacht, nichts wie hin. Da sind nämlich bestimmt 100+ Leute, die mit großem Enthusiasmus jedes Spiel anschauen.... Und egal wer ein Tor schießt, es jubelt sowieso immer wer, denn es sind ja 26 der 27 europäischen Staatsbürgerschaften in der ECHA vertreten.... Und das zweite Spiel Frankreich gegen Uruguay.... klingt ja auch nicht soo verkehrt.

Soviel die Theorie, jetzt die Realität:
Es waren etwa 12 ECHA-Pseudofussballfans anwesend und keiner mit "Anhang".... Es gab nichts zu trinken / zu essen, das Spiel war mit 0:0 total öde und langweilig anzuschauen und der Beamer hatte nicht ansatzweise Full-HD.

Fazit: Freizeitaktionen bei der ECHA scheinen noch etwas verbesserungswürdig....aber ein Versuch wars mal wert... :-) Das Deutschlandspiel geht aber auf keinen Fall bei der ECHA, sondern bei der nächstbesten Kneipe um die Ecke.....

Donnerstag, 10. Juni 2010

Sokos Hotel Torni

Sokos Hotel. Das klingt zwar irgendwie nach einem Schokoladenhotel.... das ist es aber leider nicht. Trotzdem muss man zugeben, dass die finnische Hotelkette "Sokos" schon extrem gut und seriös sein muss. Schließlich gibt es diese Sokos-Hotels zuhauf.... Zum Beispiel mein Lieblingshotel da in der Albertstraße (Albertinkatu), das berühmte Sokos Hotel Albert. Und damit nicht genug, es gibt obendrein auch noch ein "Bruderhotel" namens Sokos Hotel Torni. Das ist vielleicht nicht so supertoll wie der Sokos Hotel Albert, aber auch ganz nett. Denn es gehört mit zu den höchsten Gebäuden der Stadt und man kann dort oben auf eine Outdoor Dachterrasse und diverse Getränke konsumieren.
Also sind wir da einfach mal hin. Natürlich nicht alleine, sondern wir hatten uns mit der Britta verabredet. Britta aus Ludwigshafen, die seit einem Jahr in Helsinki wohnt. Und sie kennt natürlich den Christoph Proll und den Felix Riegger aus meiner Klasse vom WHG. Mal wieder typisch. Man hätte ja auch mal jemand kennen lernen können, der von sonstwo her kommt.... aber man hat keine Chance diesen Pfälzern zu entkommen *g
Natürlich gab es viel zu plaudern, denn zufällig (wie könnte es auch anders sein) arbeitet die Britta an der Uni Helsinki und zwar nur zwei Gebäude von der Cathrin entfernt. Das Bier hat da oben übigens 7,20 € gekostet. Also fast so teuer wie im Kaiserslauterer Stripclub. (Glaube ich *g) Aus diesem Grund hatte ich logischerweise nur eine Cola, was den Kellner sehr amüsiert hat. Egal, bei so einem teuren Ausblick mussten natürlich noch ein paar Tourifotos her.... zum
Beispiel vom Dom:
Bzw. dem tollen gelben Kran. War übrigens gerade Sonnenuntergang, gegen 22 Uhr, richtig dunkel wirds zur Zeit ja garnicht mehr..... auch wenn (Foto im Winter aufgenommen) bei Dunkelheit die Stadt auch einen ganz netten Eindruck macht:
Achso. Wem es dann irgendwann draußen zu kalt wird, der kann natürlich auch das Scheißhaus als gemütliche Aussichtslocation weiternutzen. Spülwasser kostenlos als Getränk inklusive ;-)
Wie auch immer, lange feiern gehen konnten wir unter der Woche natürlich mit der Britta dann nicht mehr... aber am Wochenende werden wir das mal nachholen hoffe ich.... Bis dahin hab ich noch das Foto von der ECHA aus der Sokos Hotel Torni Perspektive anzubieten...:

Sonntag, 6. Juni 2010

Erstes "echtes" Wochenende in Finnland

So. Das erste Wochenende in Finnland, das halbwegs ohne Einkaufen/Möbelschleppen verbracht werden konnte. Am Freitag gabs erstmal eine große Party bei der ECHA: Dritter Geburtstag dieser tollen Institution. Die Teilnahme war natürlich essentiell, um ein bisschen networking zu betreiben. Leider keine Fotos, da ich nicht gleich als fieser Paparazzo auffallen wollte. :-) Und da ich den guten Ruf dieser Instution nicht schädigen möchte, lieber auch kein Bericht hierzu *g

Deshalb lieber ein Bericht vom zweiten Tag, Samstag. Da waren wir also in Helsinki und hatten keinen Raff. Was macht man also, um etwas mehr Raff zu bekommen? Alle Hartz IV empfänger machen es vor: Fernsehgucken. Natürlich ist das hier in Finnland nicht soo einfach, denn dazu braucht man erstmal einen Fernseher. Den bekommt man natürlich beim modernen Elektronik-Dealer um die Ecke. Nach langer Suche habe ich auch endlich einen gefunden:
Tietokonehuolto, keine Ahnung was das heißt... aber ich habe mir jedenfalls meinen Traumfernseher gesucht und gefunden. Ein 8 Zoll grün-schwarz Röntgenröhrengerät. Haha! Ein Traum. Auf jeden Fall ab damit und in den tollen Rucksack gepackt. :-). Leider ging das Teil nicht so ohne weiteres... man muss erstmal einen Kabelanschluss haben. Hatten wir natürlich nicht.... Also mussten wir einen suchen.... :-) Und wo sucht man sowas? Wir dachten uns: Gehen wir doch mal zur nahegelegenen Insel Pihlajasaari. Denn wie das gelbe Schild verrät: Dort gibt es einen Kabelanschluss.
Also sind wir den ganzen Samstag auf dieser komischen Insel rumgeschlappt und haben den blöden Kabelanschluss gesucht. Schließlich musste unser neues hochmodernes Fernsehgerät ja getestet werden. Wir haben dazu sogar ein paar einheimische gefragt. Denn die sahen so aus, als suchen sie auch so ein Fernsehkabel und haben dazu sogar den Sandstrand aufgegraben. Aber weit gefehlt, die haben nur mit irgendwelchen Matchboxautos gespielt.

Also sind wir weitergeschlappt.... Bis zu so einem FKK-Gebiet. Wenn man der finnischen Sprache nicht mächtig ist, erkennt man das dummerweise zu spät.....und erst NACH dem ersten Sichtkontakt... Immerhin ein neues Wort gelernt: Naturisti = FKK. Wichtig!
Die Leute dort hatten auf jeden Fall einen viel zu kurzen Anschluss für unser Kabel-Problem.... Also wieder weiter.... Bis wir endlich zu so einem Haus kamen. Häuser haben manchmal Kabelanschlüsse.
Aber Fehlanzeige.....Nachdem es also auf der ganzen Insel kein einziges Kabel gab, haben wir uns dazu entschlossen einfach mal "Real-Life"-Gucken auszuprobieren. Das hat den Vorteil der 360° Rundum-Sicht in echtem 3D und extrem fotorealistischer Grafik mit unbegrenzter Farbzahl. Lohnt sich in Finnland auf jeden Fall, insbesondere im Sommer :-)
PS: Den komischen Schrottfernseher aus dem Hitech-Laden mit 8 Zoll- grün schwarz Bildschirm kann man dann hinterher echt wegschmeißen...

So. Die erste Insel der 10 Millionen abgearbeitet *g Weitere folgen bestimmt.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Zweiter Arbeitstag

So. Zweiter Arbeitstag. Wer glaubt, dass da ein Tag ausgereicht hat, alle Formulare auszufüllen, der hat sich total geschnitten. Heute war der Antrag auf so einen komischen Diplomatenausweis dran. Hab schon gefragt, ob ich damit dann vor der Feuerwehreinfahrt ungestraft parken darf...... nein darf man nicht... :-)

Auf jeden Fall bin ich jetzt top informiert über die Arbeitsbedingungen. Und die sind unangemessen hart. Der Tag hat bei der ECHA nämlich nur 7,5 Stunden, bzw. die Woche nur 37,5. Kein Wunder, dass hier nur die besten der besten arbeiten können, denn in dieser kurzen Zeit soll man ja angeblich auch nochwas geschafft bekommen. Ich denke ich fahre den PC hoch, gehe von der Kaffeepause zur Mittagspause und bis der PC runtergefahren ist muss man eh schon wieder gehen. Ich vermisse noch das Schild: "Die Leute die später zur Arbeit kommen sollen bitte links laufen, damit sie nicht mit denenen zusammenstoßen, die früher nach Hause gehen." ;-) Vielleicht druck ich so eins mal aus. Aber nicht in der Probezeit *g

Einige lustige Kollegen hab ich auch schon kennen gelernt. Mein absoluter Lieblingskollege ist Spanier und heißt Alberto Martin. Wer so heißt muss auf jeden Fall vom Namen her nach oberkompetent, nett, gutaussehend und seriös sein. Foto hab ich leider keins gemacht ;-) Er sieht aber eher aus wie so ein Default-Araber mit Vollbart. Insgesamt sind hier 25 der 27 europäischen Nationen vertreten, ein Quotenluxemburger fehlt noch, einen Quoteninder mit englischem Pass haben wir aber :-)
Auf jeden Fall muss ich mir jetzt überlegen, was ich mit der ganzen Freizeit so anfange..... Ich denke finnisch lernen ist keine schlechte Idee *g Aber frühestens morgen, jetzt erstmal die Stadt hier etwas erkunden... dazu aber ein andermal mehr :-) Zum Glück hab ich ja die süße Cathrin mit, die kann das Supertourismus-Programm für die nächsten Jahre mal planen :-)

Dienstag, 1. Juni 2010

Erster Arbeitstag bei der ECHA

Der dumme Spruch "Du bist Deutschland" ist für mich ab sofort Vergangenheit. Seit heute (1.6.2010) bin ich nämlich Europa. :-) Also eine Stufe gepimpter sozusagen.
Also: Der erste Arbeitstag bei der ECHA. Achso, von dem Foto hier darf man sich übrigens nicht verwirren lassen, das ist nämlich schon was älter und wurde im Dezember beim Interview aufgenommen. Hier ist es nämlich immer noch ca 25 Grad warm und Sommer *g Aber da die ECHA noch genauso aussieht tuts das hier jetzt auch mal eben:
Ich bin also der 407. Mitarbeiter dieser tollen Institution. Der Offizielle Name lautet zwar Europäische Chemikalienagentur. Ich habe sie inzwischen aber schon umbenannt in die European Cash-Burn Association. Denn der erste Tag bestand fast ausschließlich aus dem Ausfüllen von mehr oder weniger sinnvollen Formularen zur Kostenerstattung und Ermittlung der extrem komplizierten Gehaltsansprüche. Also z.B. das Formular zur pauschalen Erstattung der doppelten Haushaltsführung, Formular für eine Einrichtungspauschale, Formular zur Reisekostenerstattung, Formular für den Auslandszuschlag.... Kindergeld, Erziehungsgeld, Schulgeld und was es sonst noch so gibt usw. bekomm ich alles (leider noch) nicht, deshalb konnte ich mir das Formular hierzu schenken. Einige der ca. 30 Formulare hab ich einfach mal so unterschrieben ohne das alles genau durchzulesen. (Sonst säße ich jetzt immer noch dort). Irgendeine Datenschutzerklärung und noch irgendwas mit Übertragung von Pensionsansprüchen aus dem nationalen Rentensystem, was ich eh nicht so wirklich kapiert habe was die von mir wollen. Aber es musste eh jeder unterschreiben und die anderen haben hoffentlich gewusst unter was sie da ihren Hans-Joachim druntersetzen.

Mein Lieblingsformular war natürlich die Seriositätserklärung. Die ist echt der absolute Brüller. Dort musste man irgendwas zehnseitiges unterschreiben, dass man ja jetzt ein Vertreter der EU ist und deshalb seriös bleiben muss und nicht negativ auffallen darf. Beispielsweise mit Sachen wie "in der Öffentlichkeit betrunken in der Ecke rumliegen" oder "an einen Baum pinkeln". Das ist natürlich echt fies und macht den Job natürlich ultrahart und ich hoffe, dass ich unter diesen erschwerten Bedingungen überhaupt die Probezeit überstehen kann *g

Montag, 31. Mai 2010

Halleluja :-)

Halleluja, priset den Herrn. Da denkt man also jahrelang JESUS ist unter uns..... aber so kann man sich irren.... Jesus ist unter uns? Nein. Jesus wohnt ÜBER uns. Ich habe ein Beweisfoto:
Also nochmal zusammengefasst.... Ich wohne bei der Heilsarmee im selben Haus mit Jesus? Seriöser geht ja jetzt wohl wirklich nicht mehr. Am Ende bin ich garnicht lebendig aus dem Altersheim in München ausgezogen? Wir werden sehen..... :-) Ich hoffe nur, dieser Jesus klaut uns keine Parkplätze vorm Haus, das wäre nämlich fies. Sonst müsste man dem Jesus mal eins in den Hintern treten, aber das darf man glaube ich nicht.

Freitag, 28. Mai 2010

Einrichtungszeug....

So. Kisten ausgeladen. Soweit so gut, aber damit nicht genug. Wir haben sogar schon Möbel am Start *g. Die Einkaufstour dauerte zwar schon etwa 6 Tage und dauert immer noch an :-) Aber die drei wichtigsten Sachen kann ich hier jetzt schonmal vorstellen: Das aufblasbare Bett:
Quietscht nicht und ist sehr bequem. Und geplatzt wegen Überbeanspruchung ist auch noch nix. Auf jeden Fall ist das doch schonmal ein deutlich gepimpterer Start, als damals in München. Da hab ich nämlich die ersten zwei Monate auf dem harten Lattenrost gepennt, da ich die Matratze nicht mehr untergebracht hab ;-)

Der zweitwichtigste Gegenstand in der Wohnung ist natürlich öh der Multimedia-Fernseh-Sonstwas-Computer. Da ich auf Drängen von 99% meines Bekanntenkreises also meine alten 22 Zoll Röhrenmonitore entsorgen musste, blieb mir eigentlich garnichts anderes übrig als einen vernünftigen Beamer zuzulegen, damit man dann etwa mit ca. 4,20 m Bilddiagonale in Full HD Auflösung ordentlich auch ohne Brille noch was lesen kann.... Auf jeden Fall deutlich preiswerter als jeder Pseudo-Minifernseher mit 55 Zoll. Aber da sage doch nochmal jemand auf die Größe kommt es nicht an.... ;-))
Und ja, während "normale" Leute ihre Liebste also mainstreammäßig vor irgendwelchen sinnlosen Blumenbeeten oder alten Kirchen fotografieren, musste die Cathrin also vor der Wand Model stehen.

Dass wir ansonsten noch die Tiefkühlpizza auf dem Boden essen müssen, weil wir noch keine Stühle haben lassen wir dann mal äh unter den öh Tisch fallen....
Unter den Tisch fallen lassen triffts sogar ziemlich gut.... denn sowas haben wir übrigens auch schon seit neustem gekauft. Der Tisch belegt also Platz 3 im Wichtigkeitsranking der Gegenstände. *g Nicht schlecht, oder? :-)
Bis auf weiteres muss noch so ein blöder 5 Euro-Hocker als Sitzplatz ausreichen, aber kein Thema: Stühle sind schon bestellt. Und die sind richtig gepimpt, aber dazu ein andermal mehr.... :-)

Mittwoch, 26. Mai 2010

Wohnung bezogen

Ja wie? So lange hier nix neues? Ehm ja. Der Grund ist ganz einfach: Wir hatten kein Internet *g Internetlosigkeit - Der Fluch des modernen Zivilisationsbürgers. Wir sind nämlich aus dem Bed&Breakfast-Ding wieder ausgezogen und haben dann doch vorzeitig unsere neue tolle Wohnung bezogen. Und ENDLICH konnten wir auch mal das total überladene Auto entleeren. Die Hinterachse hängt jetzt (ohne Witz) schon wieder 5 cm höher ;-))

Wie auch immer.... Das Ausladen war natürlich die übliche Tortur: Kistenschlepen. Zum Glück waren wir zu zweit und konnten die Arbeit fair verteilen. Ein "Freiwilliger" durfte mächtig Kisten schleppen...
...während der andere die mindestens genauso schwere Verantwortung tragen durfte und auf die Politessen aufpassen durfte. (Parken geht hier im Stadtzentrum leider nur im absoluten Halteverbot)
Achso. Jetzt haben wir natürlich Internet, deshalb gehts hier auch "normal" weiter *g Direktanschluss ans Glasfasernetz und 50 Mbit Downstream/ 10 Mbit Upstream. Das reicht mit Sicherheit knapp, um ab und an mal einen Blogeintrag zu verfassen ;-)

Samstag, 22. Mai 2010

Shopping-Alarm

Wenn man erstmal verheiratet ist, dann ist der Spaß im Leben natürlich vollends vorbei. Dann muss man sich mit dem Gedanken anfreunden, dass der Wohnmodus "Räuberhöhle" mit dem Teppichboden als Mülleimer einfach nicht mehr drin ist und dass obendrein auch noch "seriöse" Möbel gekauft werden müssen. Natürlich gibt es zwei Extreme zwischen rosa Rüschenvorhang und "total männlicher" schwarzen Tapete mit Neon-UV-Postern. Diese Gratwanderung sollte also heute geschafft werden.

Zum Glück mussten wir in unserem Auto die meisten meiner alten Studentenmöbel erstmal zu Hause lassen. Denn wie heißt es so schön: Auch ein völlig überladenes Auto schützt vor Shopping nicht. Oder anders formuliert: Neu in Finnland und keine Möbel. Das musste nun als schnell geändert werden. Nachdem die neue Wohnung also zentimetergenau ausgemessen wurde, gings auch direkt los. Nur öh... wohin eigentlich.
Wie heißen hier eigentlich die ganzen Möbelgeschäfte? Ikea, schon klar. Aber was gibts eigentlich so im "Asko", im "Littala Outlet" oder im "kvik"?????? Und Geschäfte wie den "Kodin Ykkönen" habe ich vorher auch noch nie gehört. Da hilft nur eins: Einfach mal hinfahren und alles leerkaufen.

Zum Glück war unser Budget für Möbel und Deko-Zeug hart begrenzt, denn die "Einrichtungspauschale" der ECHA bzw. des Steuerzahlers ist gerade einmal 2 Monatsgehälter. Wie soll man damit denn eine vernünftige Designer-Couch für 120.000 € kaufen?? Am Ende wurde also dieses tolle und verhältnismäßig günstige Ledersofa für 1970 € inkl. aller ausgehandelten Rabatte:
Damit war die Einrichtungspauschale natürlich noch nicht erschöpft, deshalb gab es auch nach so viel Cash-Burn-Shopping trotzdem noch ein 1-Euro-Eis beim Ikea bei 30°C im Schatten...
Wo soll das nur hinführen.... Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein seriöser Küchentisch und ein paar gescheite Stühle und ewig viel Deko-Firlefanz.... Da lasse ich mich auf jeden Fall mal überraschen... :-) Fotos von der eingerichteten Wohnung folgen mit Sicherheit auch irgendwann....

Freitag, 21. Mai 2010

Bed&Breakfast



Jetzt mal ein kleines Kapitel zur Frage "Wo pennen die zwei denn eigentlich?". Diese Frage habe ich auch vor der Ankunft in Helsinki eingehend geprüft. Im Prinzip gibt es auch in Finnland die üblichen Möglichkeiten, die ich eingehend sondiert habe:

-Unter der Brücke? Wäre zwar mit Sicherheit die günstigste Lösung, aber der Cathrin zu schwer vermittelbar gewesen.
-Im Zeltlager? Gut und günstig, und bringt ein echtes Urlaubsfeeling. Leider hätte man mindestens 30 volle Tage buchen müssen und das wäre zu lange gewesen. Außerdem.... in UNSEREM Auto noch ein Zelt mit dazupacken? Wie hätte das denn gehen sollen... ;-)
-Im Hotel? Kostet in Helsinki dummerweise ca. 100 € Nacht und Internet fast überall nochmal extra.... (5 € / h oder so)
-Im Hostel? Muss man die Betten selbst überziehen.... zuviel Act...

Darum haben wir uns für die Bed&Breakfast Lösung entschieden.
Kostet zwar immer noch 70 € / Nacht für 2 Personen, dafür aber mit Internetflatrate und das ist sehr wichtig, allein um diesen Blödsinnsblog hier aufrecht zu erhalten ;-)

Unsere Gasteltern sind Anna&Mikko. Ein junges Pärchen Anfang 30. Sie haben uns natürlich lieben gerne aufgenommen. Nicht weil wir so nett sind, sondern wohl eher weil sie vermutlich ihr nicht gerade geerbtes Häuschen noch ein paar Jahrzehnte abbezahlen müssen.... Auf jeden Fall sind sie garnichtmal so hübsch eingerichtet:
Kackbraunes Sofa und Omaschaukelstuhl mit einem Röhrenfernseher.
Auf jeden Fall haben die Beiden 3 Kinder. Im Schnitt fällt eines davon alle 5 Minuten die Treppe runter und brüllt wie am Spieß. Wenn nicht, dann hat ein anderes der 3 gerade einen Hustenanfall. Das ist aber garnicht so schlimm, denn dann fahren die Eltern schnell zum Arzt und es ist wieder Ruhe im Haus ;-)

Schlafen kann man hier aber auch sonst ohnehin nicht so lange, es wird um halb 5 früh schon hell und erst abends um 1:00 Uhr dunkel. Auf jeden Fall bisher die perfekte ins Bettgeh-Zeit.

Sonnenbrand in Finnland...

Soso, was muss man hier alles mitmachen... :) Da wandert man also in den hohen Norden aus, um dem mobilen Ozonloch zu entgehen... dann sowas.... Sonnenbrand. Dank 30 °C im Schatten. Nachdem wir ja bereits so erfolgreich die Wohnungssuche beenden konnten gings also an den Sandstrand. Ja, echt. Keine Verarsche! In Helsinki gibts einen Sandstrand. Natürlich haben wir immer noch den Supertouristenmodus aktiviert: Das bedeutet: Warnschilder können ohne weiteres ignoriert werden
Koirien ulkoiluttaminen rantaalueella kielletty? Die schwedische Übersetzung weiter unten lässt vermuten das bedeutet sowas wie "Hunde dürfen nicht an den Strand kacken". Zum Glück waren wir gerade vorher bei Mc Donalds auf Klo und durften also passieren. Türsteher am Strand gabs zum Glück ohnehin keinen.... :-)

Unten angekommen habe ich gemerkt, dass ich diesmal natürlich totally underequipped war. Ich hatte also weder Sonnenbrille, Sonnencreme oder Badehose griffbereit, so dass ich unter der harten elektromagnetischen Strahlung der Sonne beinahe gegrillt worden bin.
Als allererstes habe ich dann also versucht ein paar Einheimische zu fotografieren. In Finnland vermutet man da also irgendwelche blonden Mädels, die beim ersten Lichtstrahl in einem gleißenden Rot aufleuchten....
Aber nein, natürlich sind alle Vorurteile über Finnen total falsch, wie ich wieder feststellen musste. Der typische Default-Finne am Strand hat also schwarze Haut und ist vermutlich durch die langen Sommertage ohne Sonnenuntergang perfekt an das heiße Finnland-Klima angepasst:
Auf jeden Fall war es nicht möglich auch nur ansatzweise ein Eis aufzutreiben.... Die Finnen haben das strategische Eisgeschäft am Strand wohl noch nicht als Marktlücke erkannt..... In jedem Fall eine zweite Jobmöglichkeit für mich, sollte es bei der ECHA nicht so gut laufen.... ;-)

Donnerstag, 20. Mai 2010

Wohnungssuche

Wohnungssuche in Helsinki. Ein durchaus nicht ganz unkritisches Thema, wenn man bedenkt, dass ich noch vor nicht mal zwei Jahren wohnsitztechnisch das Altersheim in München mit unzähligen Glühweinparties unsicher gemacht habe.... :-) Bereits im Vorfeld gab es hierzu einiges an Diskussion: "Wie jetzt, ihr wandert nächste Woche nach Helsinki aus und habt noch nichtmal eine Wohnung?????"..... Wie oft durfte ich mir diesen Spruch anhören...."Ist doch garkein Problem.", habe ich immer geantwortet. "Wir haben doch Jaana, unsere persönliche, (von der ECHA bezahlte) Maklerin, die sucht uns schon was schönes".
Und was soll ich sagen... Seriositätsgradtechnisch genau wie erwartet: Die Maklerin war total begeistert, wie top vorbereitet und "typisch deutsch" wir unterwegs sind, indem wir schon 2 Wochen vor Arbeitsbeginn da sind. Die "ganzen unseriösen Griechen und Spanier" haben angeblich erstmal Urlaub gemacht, sind dann einfach so ohne Termin vorbeigekommen und wollten dann sofort eine Wohnung, da sie am nächsten Tag schon arbeiten mussten.

Wie auch immer: In Helsinki gibt es sehr teure Wohnungen und extrem teure Wohnungen. Ich wollte ja beinahe Fragen, ob es denn hier ein lokales Altersheim gibt..... aber dann haben wir uns eben doch alle Wohnungen zeigen lassen.

Appartment Nr. 1:
Ein möbliertes Apparment mit wunderschönem Blick aufs Meer:
Wurde aber abgelehnt, wegen zu hässlicher Möbel, siehe Bild:
Muss man glaube ich nicht weiter diskutieren. :-)

Appartement Nr. 2 war im 4. Stock ohne Fahrstuhl. Geht ja mal garnicht, auch wenns der Cathrin eventuell gefallen hätte. (PS: Bilder machen wäre reine Akku-Verschwendung gewesen).

Appartement Nr. 3 fand dann mit einem "Public Viewing" gegen 50 andere Bewerber statt. Dabei war die Wohnung nichtmal so toll (auch keine Bilder)

Sieger der Appartement suche wurde auf jeden Fall Appartement Nr. 4:
Top Schlafzimmer:

Top Diele mit begehbarem Kleiderschrank für ausreichend Schuhe (für die Cathrin seeehr wichtig, daher auch der glückliche Blick) ;-))

Außerdem eine Klingel mit Kameraüberwachung (wichtig für die finnische GEZ)
Und natürlich einen riesigen Wohn- und Essbereich (sorry folgendes Foto ist doppelt, ich weiß):
64 qm Wohnfläche für läppische 1250 € lauwarm, also ohne Strom/Wasser/Internet. Man wagt es kaum zu glauben, aber: ein echtes Schnäppchen mit 5 min Fußweg zur Arbeit (extrem wichtig). Trotzdem kann da der Default-Münchner nur noch mit den Ohren schlackern ;-))) Der Default-Ossi vom Land ist bei diesen Mietpreisen eh schon längst tot umgefallen. Nicht so der schmerz-erprobte Cash-Burner, zu denen ich mich jetzt wohl zwangsweise auch zählen muss.... ;-)

Achso, fast vergessen: Appartment Nr. 5 gabs auch noch:
Auch toll, mit wahnsinnig schönem Blick aufs Meer und allem drum und dran, eigener Sauna und voll ausgestatteter Küche....
Aber bei den kurzen Sommern in Helsinki war ein toller Balkon eher weniger das Optimierungskriterium... :) Bei der nächsten Versetzung nach Spanien dann vielleicht :-) Achso apropos Spanien... Weils in Helsinki gerade 30 Grad im Schatten hat, haben wir uns erstmal noch ein Eis gegönnt. 1,80 €. und den Sonnenbrand gabs kostenlos dazu. :-)
Sonnenbrand in Finnland.... Aber ich glaube wenn wir die Sonnencreme noch hätten ins Auto packen wollen, wäre die Hinterachse endgültig im Eimer :-)